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MagnesiumHorse

Grundlagen

Warum Magnesium das Pferd entspannt.

Magnesium ist an Muskel- und Nervenfunktion zentral beteiligt. Die Logik ist einfach: Calcium löst die Kontraktion aus, Magnesium ermöglicht die Entspannung. Fehlt es, bleibt die Anspannung – Pferde können dann zittrig auf den Beinen stehen und ihre Muskulatur nicht mehr lösen.

Wirkungsweise

Beteiligt an unzähligen Stoffwechselprozessen.

Magnesium ist bei der Aktivierung zahlreicher Enzyme des Stoffwechsels beteiligt. Leistung und Regenerationsfähigkeit hängen eng mit der Magnesiumversorgung zusammen. Durch vermehrtes Schwitzen oder Stress steigt der Bedarf an – besonders bei Turnier- und Sportpferden, trächtigen Stuten, bei Stallwechseln, Transporten, Klimaänderungen oder Durchfall.

Täglicher Bedarf

Was ein Pferd pro Tag braucht.

Pferde speichern Magnesium kaum – anders als etwa Kupfer, das die Leber als Reserve hält. Der Bedarf muss daher täglich gedeckt werden.

Erwachsenes Pferd

10–12 g

pro Tag

Trächtige Stute

ca. 16 g

pro Tag

Laktierendes Pferd

ca. 19 g

pro Tag

Diese Mengen müsste das Pferd über die Tagesration aufnehmen – selbst mit hochwertigem Heu und Kraftfutter ist das oft nicht zu schaffen. Kommerzielle Futtermittel weisen zudem häufig zu viel Calcium und zu wenig Magnesium auf. Ein Überschuss an Calcium kann das Magnesium verdrängen und so einen Mangel mit verursachen.

Calcium-Magnesium-Verhältnis

Das 2:1-Prinzip.

Als Orientierung gilt ein Verhältnis von etwa 2:1 (Calcium zu Magnesium). Ein deutliches Ungleichgewicht kann die Magnesiumverwertung beeinträchtigen.

Skelett-Dynamik

Knochen, der täglich umgebaut wird.

Im Gegensatz zum Menschen ist das Skelett des Pferdes dynamisch: Knochensubstanz wird täglich abgebaut und wieder neu gebildet. Werden die Mineralreserven durch Mangelzustände erschöpft, kann das Skelett demineralisieren – die Stabilität sinkt, das Verletzungsrisiko steigt.

Warum zusätzlich

Drei Gründe für eine gezielte Versorgung.

01

Magere Futtermittel

Gras, Heu und Getreide enthalten heute weniger Magnesium als noch vor 50 Jahren – ausgelaugte Böden durch sauren Regen, Düngung und Pestizide haben den Mineralgehalt sinken lassen.

02

Stress erhöht den Bedarf

Stresssituationen können den gesamten Organismus belasten. Magnesium kann hier mit seiner entspannenden Wirkung Folgeerscheinungen entgegenwirken.

03

Sportliche Höchstleistung

Bei sportlicher Belastung verbraucht das Pferd durch Muskelaktivität deutlich mehr Magnesium. Zusätzlich wird über den Schweiß ausgeschieden – Studien deuten auf bessere Ausdauer und schnellere Regeneration bei guter Versorgung hin.

Hinweise auf Unterversorgung

Anzeichen, die zusammen auftreten können.

Einzelne Symptome sind unspezifisch. Treten mehrere zusammen auf – besonders bei erhöhter Belastung wie Turnier, Fellwechsel, Einreitphase oder bei Zuchtstuten – kann eine Unterversorgung dahinterstehen.

Diagnostik-Hinweis: Ein Magnesiummangel zeigt sich im Blutbild oft erst, wenn bereits ein erheblicher Teil der Reserven aus dem Knochen mobilisiert wurde. Bei Verdacht ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll – Magnesium ersetzt keine Diagnose.